26.04.2017

Steuern sparen: Hürde des zumutbaren Eigenanteils jetzt niedriger!

Sie bleiben auf „außergewöhnlichen Belastungen“, z.B. Krankheitskosten sitzen? Weil die Versicherung nicht zahlt oder Selbstbehalt besteht? Ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs unterstützt Sie jetzt bei der steuerlichen Geltendmachung.


Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserer Zusammenfassung der Fakten:

  • Ein am 29.3.2017 veröffentlichtes BFH-Urteil verändert die bisherige Berechnung der außergewöhnlichen Belastungen zu Gunsten der Bürger.
  • Es verringern sich also die zumutbaren, selbst zu tragenden Belastungen für alle, die mehr als 15.341 € Einkünfte im Jahr haben.
  • Es muss sich nicht um Krankheitskosten handeln – auch z.B. Zivilprozesskosten, Pflegekosten von Angehörigen und Elternunterhalt fallen darunter. Einzelheiten finden Sie hier.
  • Falls Sie gerade über Ihrer Steuererklärung sitzen: Die Software-Anbieter  haben das noch nicht eingepflegt und auch für die Finanzämter ist das neu. Sie müssen also selbst zum Taschenrechner greifen, falls Sie nicht steuerlich beraten werden.
  • Bei noch nicht rechtskräftigen Steuerbescheiden sollten Sie ggfs. Einspruch einlegen und sich Ihre Ansprüche dadurch offenhalten, bis das Urteil im Bundessteuerblatt veröffentlicht ist und deshalb vom Finanzamt angewendet werden muss.

 

So ist der Rechenweg:

Die zumutbare Belastung ist künftig in Stufen zu ermitteln.
Nur derjenige Teil des Gesamtbetrags der Einkünfte, welcher den Grenzbetrag übersteigt, wird mit dem höheren Prozentsatz belastet, d.h. Sie müssen für jede der folgenden Stufen mit den u.g. Prozentsätzen Ihres Familienstandes/Kinderzahl die Teilbeträge ausrechnen und anschließend zusammenzählen.

 

Gesamtbetrag Einkünfte:

Stufe 1:                 
bis 15.340 €

 

Stufe 2:                 
über 15.340 € und bis 51.130 €

 

Stufe 3:                 
über 51.130 €

 

Grundtabelle/keine Kinder

5%

6%

7%

Splittingtabelle /keine Kinder

4%

5%

6%

Ein oder zwei Kinder

2%

3%

4%

Drei oder mehr Kinder

1%

1%

2%

 

Beispielhaft: im verhandelten Gerichtsfall konnte mit der Neuregelung erreicht werden: 

  •  Bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte (Splitting) von 51.835€ konnten bei
  • außergewöhnlichen Belastungen in Höhe von 4.148 € Krankheitskosten
  • zusätzlich 664 € steuerlich berücksichtigt werden.

 

Bei Unklarheiten wenden Sie sich am besten an Ihren Steuerberater, die Lohnsteuervereine oder lesen die Details in dieser BFH-Kommentierung nach.

 

 

Markus Weywara

Versicherungs- und Finanzmakler sowie Finanzanlagenvermittler bei der BAZ Beratungsgemeinschaft für Ärzte und Zahnärzte GmbH, Geschäftsstelle München.



 

Herr Weywara hat sich nach seinem Studium zum Wirtschaftsingenieur mit zwei Aufbaustudiengängen zum Certified Financial Planner (CFP®) und Certified Foundation and Estate Planner (CFEP®) in der Beratung von Heilberufen und Vermögenden Privatkunden spezialisiert.

 

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Experten auf:

E-Mail: markus.weywara@baz.de

Tel.: 089/5446220

 

 


 

KONTAKT

Sie haben Fragen?

Kontaktieren Sie

uns direkt

über: 0931 / 797090

oder: info@baz.de

 

Telefonzeiten:

Mo-Do: von

8 bis 17.00 Uhr

Fr: von

8 bis 15.30 Uhr

 

Termine:

Mo-Sa: von

8 bis 20 Uhr

nach Absprache

 

Newsletter:

Registrieren Sie sich für unseren Newsletter

 

 

 


Praxisberatung

Integrierte Ärzteversorgung

MVZ Praxisbewertung

Praxisbörse Arztpraxis

Kooperative Gesundheitszentren

Praxisbörse

Niederlassungsberatung 

Praxisabgabe Praxissuche

Praxiskooperation

Praxisanalyse IGV

Praxisgründung